

FilmBühne im Februar
11. Februar | 20:00 - 22:00
Wir zeigen den Spielfilm von Jeanine Meerapfel „La Amiga – die Freundin“ in OMU (Spanisch mit dt. Untertiteln), in Anwesenheit der Filmmacherin.
„Es ist die Geschichte einer engen und widersprüchlichen Freundschaft zweier Frauen vor dem Hintergrund der Militärdiktatur in Argentinien. Den Kinderschwur, Schauspielerin zu werden, hat nur Raquel verwirklicht. Maria heiratet einen Elektriker und wird Mutter dreier Kinder. Als die Militärs 1976 die Macht übernehmen, wird Marias ältester Sohn Carlos wie zahllose andere, verschleppt. In ihrer Verzweiflung wendet sich Maria an die inzwischen prominent gewordene Freundin, die sich solange mit ihr auf die Suche nach dem Sohn begibt, bis sie selbst bedroht wird. Raquel verlässt das Land, geht nach Berlin, in die Stadt, die ihre Eltern nach Hitlers Machtergreifung verlassen mussten. Maria schließt sich unterdessen den Müttern der Plaza de Mayo an, einer Gruppe argentinischer Frauen, alle auf der Suche nach ihren verschleppten Verwandten. Als sich die Freundinnen wieder begegnen, haben sich beide stark verändert. Raquel kehrt nach der Militärdiktatur 1983 nach Buenos Aires zurück. Sie ist ängstlich geworden, versucht sich anzupassen und zu vergessen. Sie will, dass ihre Freundin aufhört zu fordern, dass sie einsieht, dass Carlos tot ist. Aber Maria besteht darauf: ihr Sohn ist nicht tot, er ist „verschwunden“. Nichts soll vergessen werden, sodass sich nichts wiederholt.“
Einlass ab 19:30 Uhr
Beginn 20:00 Uhr
Wie immer: Eintritt frei / Spende erbeten
Spielfilm
Deutschland | Argentinien, 1988
Digital | 35 mm | 109 min
Regie · Jeanine Meerapfel
Drehbuch · Jeanine Meerapfel
Darsteller · Liv Ullmann | Cipe Lincovsky | Federico Luppi | Victor Laplace | Harry Baer
Kamera · Axel Block
Ton · Dante Amoroso | Gunter Kortwich
Schnitt · Juliane Lorenz
Musik · José Luis Castiñeira de Dios
Produktion · Klaus Volkenborn, Journal Film KG, Berlin | Alma Film GmbH, Berlin | Jorge Estrada Mora Producciones, Buenos Aires
Mehr Infos zur Filmemacherin auf der Webseite von Jeanine Meerapfel: www.meerapfel.de
